APIONIDAE, Spitzmausrüssler
Ixapion variegatum (Wencker), 1864
, Mistel-Spitzmausrüssler

Verbreitung: Mittleres- und südliches Europa: Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Luxemburg, England, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn.
Deutschland: Aktuelle Funde in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz, ältere in Brandenburg. Die Art wird überall nur sehr selten gefundenen.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet).

Lebensweise: Ixapion variegatum lebt monophag an Vicum album (Mistel). Die Larve höhlt im Stammstück kurze, buchtige Gänge aus. Die Verpuppung erfolgt in Rindennähe Anfang Juli. Die fertigen Käfer schlüpfen von Juli bis September. Zur Eiablage durchbohrt das Weibchen mit dem Rüssel die Spitzen der Mistelzweige. Als Wirtspflanzen befallener Misteln werden angegeben: Apfelbaum, Pappel, Mispel, Linde, Ahorn, Tanne, Kiefer und Föhre.

Nachweiszeitraum: April – Juli (Südwestdeutschland).

Bestimmungshilfe: Länge 2,1–2,6 mm; Körper gedrungen, rotbraun bis braun; Flügeldecken braunschwarz mit einem umfangreichen halbkreisförmigen, hellen rotbraunen Basalfleck, dieser dichter und heller behaart; eine weitere in Flecken aufgelöste Haarbinde hinter der Mitte. Durch die charakteristische Färbung sehr auffällig.

Literatur: KÖSTLIN (1973); LOHSE (1981) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd 10.; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); HELLRIGL (2006); Fauna Eropaea (www.faunaeur.org).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 6.6.2008