
BUNTKäFER, Buntkäfer Clerus mutillarius Fabricius, 1775, Großer Ameisen-Buntkäfer
Synonym: Pseudoclerops mutillarius F.
Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika. Das heutige Vorkommen der südeuropäischen Art in Deutschland beschränkt sich auf ganz wenige eng begrenzte Stellen: Baden-Württemberg, Oberrheinische Tiefebene bei Freiburg i.B.; Rheinland-Pfalz, Kandel, Bienwald; Hessen, Rhein-Main-Ebene, Waldgebiet südlich Frankfurt; Bayern, Donaugebiet bei Ingolstadt. 2011 konnte Clerus mutillarius bei Baden-Baden gefunden werden. Das lässt hoffen, dass sich die seltene Art weiter in der Rheinebene auszubreiten vermag.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg 2 ! (stark gefährdet, besondere Schutzverantwortung).
Lebensweise: An und in totem Holz, besonders Eiche, andere Insekten und deren Larven jagend.
Nachweiszeitraum: Mai bis Juni.
Bestimmungshilfe: Länge 9-15 mm; letztes Kiefertasterglied lang gestreckt, schmal abgestutzt; letztes Lippentasterglied gestreckt beilförmig; Augen groß, einander genähert, deren Innenrand nur eine Augenbreite voneinander entfernt; Tarsen deutlich 5-gliedrig; Klauen mit starkem Basalzahn; Körper stark gewölbt; Bauch und vorderes Flügeldeckenviertel, ohne Schulterbeule, rot; die Rotfärbung ist selten reduziert.
| Literatur: HORION (1953); LOHSE (1979) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd 6. ; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 24.12.2008; Nachträge: 7.11.2009, 21.5.2011 |
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