HOLZBOHRKäFER, Holzbohrkäfer
Rhyzopertha dominica (Fabricius, 1792)
, Getreidekapuziner

Synonym: Die ursprüngliche Schreibweise lautet Rhyzopertha, nicht Rhizopertha.

Beschreibung: Länge 2–4 mm; Körper glänzend, zylindrisch, hell- bis dunkelrotbraun; Kopf unter dem Halsschild verborgen, von oben nicht sichtbar; Halsschild raspelartig strukturiert, mit nach hinten kräftiger werdender Seitenrandlinie; Vordertarsen viel kürzer, als die Schienen; 2. Fühlerglied etwa so lang, wie das 1.
Der ursprünglich aus dem südostasiatischen Raum stammende Vorratsschädling ist durch den internationalen Handel weltweit verbreitet worden. Larven als auch Käfer befallen Getreide, Getreideprodukte, Reis, Hirse, Hülsenfrüchte, Trockenkartoffeln, getrocknete Bananen, Gebäck, Maniok, Tapiokaprodukte, Kürbis-, Sonnenblumen-, Aprikosenkerne, Süßholz und andere nährstoffreiche Hölzer, Tamarindensamen, Zwieback, Nudeln u.ä. Normalerweise entwickelt sich der Getreidekapuziner in dürren Ästen. Bei uns kommt er nur synantrop vor, sein Wärmebedürfnis verhindert eine Fortpflanzung im Freiland.

Literatur: HORION (1961); LOHSE (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); LOHSE (1998) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 15; FRANK & KONZELMANN (2000); www.schaedlingskunde.de.

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 24.12.2008