
BUPRESTIDAE, Prachtkäfer Palmar festiva (Linnaeus, 1758), Grüner Wacholder-Prachtkäfer
Verbreitung: Südeuropa und südliches Mitteleuropa, Türkei, Nordafrika. In Deutschland nur aus dem südlichen Baden-Württemberg und aus Bayern (Pupplinger Au südlich München) bekannt. Um 1800 von Hofrat Metzler auf der Schwäbischen Alb bei Sigmaringen entdeckt. Diese Population hat sich dort bis heute halten können. 2004 fand K. Hemmann das erste Exemplar im Rheintal (Bötzingen am Kaiserstuhl). Im gleichen Jahr wurde C. Schott auch im Elsass fündig. Innerhalb weniger Jahre breitete sich die Art entlang des Rheins nach Norden aus und ist nun häufiger anzutreffen. Man nimmt eine Neueinwanderung aus dem Süden an.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg 1 (vom Aussterben bedroht). Früher nur spärliche Vorkommen auf der Südwest-Alb; in den letzten Jahren, ausgehend von Südbaden, entlang des Rheines starke Ausbreitungstendenz Richtung Norden; die Art wird von Pflanzenschutzorganen inzwischen bereits als Schädling angeprangert; der Schutzstatus wird derzeit überprüft.
Lebensweise: Auf der Südwest-Alb brütet Palmar festiva in frisch abgestorbenen Stämmen und Ästen von Wacholder (Juniperus communis). In der Oberrheinebene werden bevorzugt Thuja occidentalis-Hecken in Ortschaften befallen und z.T. geschädigt.
Nachweiszeitraum: Juni – Juli.
Bestimmungshilfe: Länge 6–12 mm; letztes Glied der Unterkiefertaster verbreitert; Flügeldeckenspitze nicht schwanzförmig; Oberseite metallisch gold- bis blaugrün, an den Seiten nicht anders gefärbt; Flügeldecken mit großen, symmetrisch angeordneten schwarzblauen Flecken; die Art ist durch ihre typische Färbung gut kenntlich.
| Literatur: HORION (1955); HARDE (1979) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 6; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002); BRECHTEL & KOSTENBADER (2002); HEMMANN (2007).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 6.1.2009 |
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