
MODERKäFER, Moderkäfer Melanophthalma rispini Rücker & Johnson, 2007
Verbreitung: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Ungarn, Slowenien, Jordanien, Türkei, Ukraine. Erstfunde für Deutschland: Baden-Württemberg, Kraichgau, 2005 und 2008, je 1 Männchen, leg. J. Reibnitz (vid. W. Rücker).
Lebensweise: Die Art lebt an faulenden Pflanzenstoffen und ernährt sich vermutlich von Schimmelpilzen. Im Neckarbecken an welken Blättern abgestorbener Zweige von Eiche, Brombeere etc. gefunden. RÜCKER 2007: auf den Blättern der Falschen Akazie; an trockenen Robinienblättern mit Schwarzschimmel; auf trockenen Disteln (Cirsium und Carduus).
Nachweiszeitraum: Mai – August (Südwestdeutschland); einzeln Februar–April, die meistens Funde von Mai – September (Ausland).
Bestimmungshilfe: Länge 1,4–1,8 mm; Kopf halsartig abgeschnürt, ohne Mittelfurche; Fühler frei an den Vorderecken der Stirn eingefügt, 11-gliedrig mit 3-gliedriger Keule; Vorderhüften zusammenstoßend; Schildchen quer, mit Querfurche; Halsschildseiten in der Mitte deutlich gewinkelt; Halsschild vor der Basis jederseits breit eingedrückt; Endsegment der männlichen Vordertarsen an der Innenseite mit spitzem Zähnchen; Körper braun, Fühler und Beine gelbbraun; Flügeldecken mit nach hinten gebogenen, anliegenden und reihig angeordneten gelblichen Haaren. Bei uns gibt es drei äußerst ähnlicher Arten, die sich nur im männlichen Genital unterscheiden lassen!
| Literatur: RÜCKER (1992) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 13; Rücker (2007).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 4.2.2009 |
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