TOTHOLZ
Pilze
Fungi

Eine ökologisch bedeutungsvolle Gruppe unter den „Echten Pilzen“ (Eumycota) bilden die holzbesiedelnden Pilze. In Wäldern, Parks, Obstanlagen, Holzlagern und an verarbeitetem Holz können sie angetroffen werden. Sie sorgen für die Mineralisation des sehr dauerhaften Materials und erfüllen somit eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf der Natur, denn Holz wird hauptsächlich von Pilzen abgebaut.
Die meisten holzabbauenden Porlinge können sich an den verschiedensten Baumarten entwickeln, nur einige haben ein sehr eng begrenztes Wirtspektrum. So wächst der Birkenporling (Piptoporus betulinus) ausschließlich an Birken. Manche Arten fruktifizieren nur an Laubbäumen (Laubholz), z.B. die Schillerporlinge (Gattung Inonotus), andere sind reine Nadelholzbewohner, wie der Tannen-Feuerschwamm (Phellinus hartigii). Viele Porlingsarten sind in der Lage, Laub- als auch Nadelholz abzubauen.
Nach ausreichender Ausbreitung des Myzels im Holzkörper erscheinen die zur Fortpflanzung dienenden, vielgestaltigen Fruchtkörper auf dem Substrat. Je nach Pilzart ist die Substanz der Fruchtkörper häutig, fleischig, kork- oder lederartig. Es gibt einjährige und mehrjährige Arten. Letztere bilden in jeder Vegetationsperiode eine neue Fruchtschicht. Auf der Hutoberfläche zeichnen sich diese durch wulstige, oft verschieden gefärbte Zonen ab. Solche Pilze können zum Teil sehr alt werden.



Literatur: SCHLECHTE (1986), GERHARDT (1997), REIBNITZ (1999); KRIEGELSTEINER (2000).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 8.3.2009