BLüTENMULMKäFER, Blütenmulmkäfer
Stricticomus tobias (Marseul, 1879)


Synonym: Anthicus tobias Mars.

Verbreitung: die Art wurde aus Kleinasien beschrieben und aus Türkei, Arabien, Ägypten, Turkestan, Indien und der Insel Mauritius gemeldet; um 1930 erste Nachweise in Westeuropa (England, Holland, Belgien, Deutschland), ab 1947 in Frankreich entdeckt. Durch Verschleppung mit Handelswaren dürfte Stricticomus tobias heute weltweit verbreitet sein.
Deutschland: Erstmeldung 1932, Köln-Niehl, Hafengelände, Bredding leg., heute aus den meisten Bundesländern bekannt; 1943 von Horion am Bodensee erstmals in Baden-Württemberg aufgefunden. Bislang gibt es von der markanten Adventivart nur relativ wenige Nachweise.

Lebensweise: in faulen Vegetabilien (Komposthaufen, faules Stroh, moderndes Heu, Getreidedreschabfälle).

Nachweiszeitraum: in Südwestdeutschland von Juli – bis November gefunden.

Bestimmungshilfe: Länge 3,5–4,0 mm; Kopf hinter den Augen leicht abgerundet; Halsschild viel länger als breit, die Seiten weit vor der Basis tief eingebuchtet, Basis ohne Höckerchen; Vorderschiene am Außenrand ohne Dorn; Flügeldecken mit stark vortretenden Schultern, oberseits hinter diesen breit quer eingedrückt; Oberseite sehr fein punktiert, kurz und anliegend behaart.



Literatur: HORION (1956); KASZAB (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 7.11.2009