LEIODIDAE, Schwammkugelkäfer
Liodopria serricornis (Gyllenhal, 1813)


Verbreitung: Europa, das Verbreitungsbild ist noch lückenhaft. Schweden, Finnland, Litauen im Norden; Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Zentral-Russland im Osten; Deutschland, Schweiz, Österreich in der Mitte; Frankreich und Spanien im Westen (Quelle Fauna Europaea).
Deutschland: Bei HORION (1949) noch als überall sehr seltene Art mit boreomontanen Verbreitungszügen beschrieben, heute im Süden Deutschlands öfter gefunden, im Norden und Osten nur lückenhaft vorkommend. Keine Meldungen liegen aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 3 (gefährdet).

Lebensweise: Die sehr versteckt lebende, mycetophile Art wurde in morschen Fichten-, Eichen- und Buchenstubben gefunden. Die meisten Nachweise in neuerer Zeit gelangen durch Luftketscherfahrten in Wäldern in den Abendstunden.

Nachweiszeitraum: Februar – August, die meisten Funde im Mai und Juni.

Bestimmungshilfe: Länge 2,0–2,5 mm; Fühler asymmetrisch; Körper stark gewölbt; Halsschild gelbbraun mit ± großem dunklem Fleck auf der Scheibe; Kopf und Flügeldecken braun bis dunkelbraun; Beine, Mundwerkzeuge und Teile der Fühler gelbbraun; Oberseite beim Männchen matt, Tarsenzahlen 5–5–4; Oberseite beim Weibchen glatt und glänzend, Tarsenzahlen 4–4–4.



Literatur: HORION (1949); LOHSE (1971) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 3; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002); Fauna Europaea, www:faunaeur.org/

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 28.11.2009