Colonidae
Colon zebei*

COLONIDAE, Kolonistenkäfer
Colon zebei Kraatz, 1854


Verbreitung: Dänemark (HORION, 1949), England, Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei, Österreich, Frankreich, Italien (Fauna Europaea, 2009).
Deutschland: aktuelle Meldungen aus Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Durch ihre versteckte Lebensweise werden die Käfer nur selten gefunden. Colon zebei kommt oft zusammen mit dem weiter verbreiteten Colon dentipes vor und galt früher als eine Variation von diesem.

Lebensweise: Alle Colon-Arten entwickeln sich vermutlich in unterirdisch wachsenden Pilzen und sind Mycelfresser.

Nachweiszeitraum: Flugzeit sind die Abendstunden von Mitte August bis Ende Oktober.

Bestimmungshilfe: Länge 2,3–3,4 mm; Vorderhüfthöhlen hinten geschlossen, Vorderhüften konisch-zylindrisch; 5 frei sichtbare Hinterleibssternite beim Weibchen, 5 beim Männchen, ein weiteres liegt normalerweise versteckt im Hinterleib; Körper langoval, dunkelbraun; Fühlerkeule breit, 4-gliedrig, dicht behaart, kaum glänzend; Halsschild mit großen Punkten, die viel gröber sind, als die der Fügeldecken; Männchen mit sichelförmigem Zahn am Hinterschenkel, Hinterschiene gerade. Die 11 in Südwestdeutschland vorkommenden Arten der einzigen Gattung Colon sind sich alle recht ähnlich.

Literatur: HORION (1949); PEEZ (1971) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 3; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 17.12.2009