
CERAMBYCIDAE, Bockkäfer Leiopus punctulatus (Paykull, 1800)
Verbreitung: In Europa von Frankreich bis Südrussland, im Norden bis Finnland; im Westen nur wenige Nachweise, im Osten etwas häufiger. Nicht in England und den Mittelmeerländern (Fauna Europaea). Deutschland: aus Südhessen und besonders aus Ostdeutschland mehrere, meist alte Meldungen; eine nur sehr zerstreut und seltenen auftretende Art.
Den ersten baden-württembergischen Nachweis erbrachte A. Szallies 1966 in Südbaden. Bei einer Exkursion der ARGE SWD Koleopterologen auf die Schwäbische Alb konnte E. Konzelmann und W. Mach die Seltenheit auch für Württemberg nachweisen.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht).
Lebensweise: Die Larvenentwicklung erfolgt in Espe (Populus tremula) und Schwarzpappel (Populus nigra). REINECKE (1919) schreibt über die Funde in Berlin: Die Käfer von Mai bis Juli nur auf frischem Zitterpappelreisig, an dürren Zweigen lebender Bäume, an Stämmen und auf Klaftern.
Nachweiszeitraum: Mai bis Juli; in Baden-Württemberg im Mai und Juni.
Bestimmungshilfe: Länge 6–8 mm; Körper überwiegend schwarz; Fühlerglieder an der Basis weiß geringelt; Halsschild an den Seiten hinter der Mitte mit einem spitzen Dorn; in der Flügeldeckenmitte befindet sich eine dicht weiß behaarte, breite Binde und auch das Flügeldeckenende umfangreich weiß behaart; selbige Behaarung meist von schwarzen Tupfen durchsetzt. Diese Merkmale kennzeichnen die Art eindeutig.
| Literatur: HORION (1974); HARDE (1966) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 9; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002); GUTKNECHT (2011).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 2.2.2012 |
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