
CARABIDAE, Laufkäfer Harpalus subcylindricus Dejean, 1829
Verbreitung: Von der Iberischen Halbinsel bis ins südwestliche Sibirien. In Südwestdeutschland siehe Verbreitungskarte.
Gefährdung: Harpalus subcylindricus wurde bislang in der Roten Liste Baden-Württembergs in der Kategorie D (Daten defizitär) geführt. Nach den neuesten Erkenntnissen müsste die Art als „stark gefährdet“ (Rote Liste Kategorie 2) eingestuft werden (WOLF-SCHWENNINGER 2003). Auch in den Roten Listen von Thüringen und Sachsen-Anhalt gilt H. subcylindricus als stark gefährdet (HARTMANN 1993, SCHNITTER et al. 1993).
Lebensweise: Harpalus subcylindricus ist an trockenwarme, nicht zu dicht bewachsene Biotope wie Trocken- und Halbtrockenrasen oder ruderalisierte Wiesen gebunden. Ein syntopes Vorkommen mit Harpalus anxius ist möglich. Während aber H. anxius offenbar ausnahmslos Böden mit einem hohen Sandanteil besiedelt, ist H. subcylindricus nicht nur auf Sandboden zu finden.
Nachweiszeitraum: Mai – Juli, September.
Bestimmungshilfe: Länge 7–8 mm. Die Trennung von Harpalus anxius nach äußeren morphologischen Merkmalen ist schwierig, eine sichere Differenzierung gelingt anhand des männlichen Genitals. Die Halsschildabbildungen von FREUDE (1976) stellen jeweils die Idealform von H. subcylindricus und H. anxius dar. Liegen sicher bestimmte Männchen vor, lassen sich die Weibchen vom gleichen Fundort mit Hilfe der Halsschildform in der Regel bestimmen. Allerdings variiert die Halsschildform zum Teil erheblich, so dass die Weibchen beim syntopen Vorkommen beider Arten nicht immer eindeutig zugeordnet werden können. Auch Einzelfunde von Weibchen sind daher meist nicht mit absoluter Sicherheit zu determinieren.
| Literatur: FREUDE (1976); HARTMANN (1993); SCHNITTER et al. (1993); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); BUTTERWECK et al. (2000); WOLF-SCHWENNINGER (2003).
Text: Karin Wolf-Schwenninger. Seitenerstellung: 5.8.2005 |
|