
SCHWAMMKUGELKäFER, Schwammkugelkäfer Leiodes macropus (Rye, 1873)
Synonym: Liodidae; Liodes macropus (Rey)
Verbreitung: England, Deutschland, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Kroatien, Rumänien, Österreich, Frankreich, Italien. Deutschland: Niedersachsen, Baden-Württemberg, ? Rheinland-Pfalz; überall nur ganz vereinzelt auftretend, eine sehr seltene Art. HORION (1949) kannte noch keinen Fund aus Deutschland.
Im Rotenackerwald bei Tamm (Kreis Ludwigsburg) gelang T. GUTKNECHT (2006 und 2007) der Fang dieser bisher aus Baden-Württemberg unbekannten Leiodes-Art. Die Tiere wurden mittels Luftkescher per Fahrrad während des abendlichen Schwärmfluges erbeutet.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland – (kein Eintrag).
Lebensweise: Die Larven entwickeln sich unterirdisch in den Fruchtkörpern von Trüffeln und wahrscheinlich auch im Mycel von Schimmelpilzen. Die Käfer schwärmen am Abend.
Nachweiszeitraum: Mai – Juli (August, September).
Bestimmungshilfe: Länge 2,0 – 3,5 mm; letztes Glied der Fühlerkeule deutlich kleiner und schmaler, als das vorletzte; Flügeldecken mit normaler Punktur, ohne große, scharf abstechende Punkte in den Zwischenräumen; Vorderschienen schmal, zur Spitze hin wenig verbreitert; die Glieder der Hintertarsen gleich breit. Eine sichere Bestimmung gelingt anhand des männlichen Aedoeagus.
| Literatur: HORION (1949); PEEZ (1971) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 3 ; DAFFNER (1983); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); LOHSE & LUCHT (1989); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); GUTKNECHT (2007).
Text: Thomas Gutknecht. Seitenerstellung: 24.12.2007 |
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