
STAPHYLINIDAE, Kurzflügler Ochthephilus flexuosus (Fairmaire & Laboulbè, 1854)
Synonym: Ancyrophorus flexuosus (Fairmaire & Laboulbène, 1854)
Verbreitung: Italien, Frankreich, westliche Schweiz, Belgien, Niederlande, westliches Deutschland. Deutschland: Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Nordrhein-Westfalen. HORION kannte 1963 nur Funde aus dem Rheinland und aus Westfalen. Den Erstnachweis für Baden-Württemberg erbrachte BUCK 1980 in Murr an der Murr. Möglicherweise hat sich die westeuropäische Art inzwischen weiter ausgebreitet. In Baden-Württemberg liegt der Verbreitungsschwerpunkt im Norden, v.a. in den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen, der Kocher-Jagst- und der Hohenloher-Haller-Ebene sowie im Neckarbecken. Erst im Jahr 1999 konnte die Art von SZALLIES für den Süden des Landes belegt werden (Rhein bei Grißheim).
Lebensweise: Ochthephilus flexuosus ist eine typische Art der Wasserwechselzone von Fließgewässern. Am besten ist sie im Juni mittels Schwemmen von Ufersubstraten zu erfassen. Bevorzugt werden feinkörnige Subtrate, v.a. Lehm, auch sandiger Lehm. Reiner Sand oder Schotter werden offensichtlich kaum besiedelt. Auch aus Hochwassergenisten im Frühjahr kann O. flexuosus zahlreich ausgelesen oder gesiebt werden.
Nachweiszeitraum: März – Oktober, Dezember.
Bestimmungshilfe: Länge 3,7–4,0 mm; insbesondere anhand der stumpfen Zähne am Seitenrand und den Vorderecken des Halsschildes aber auch durch die gröbere Punktur der Flügeldecken ist Ochthephilus flexuosus gut von den übrigen Arten der Gattung zu unterscheiden.
| Literatur: HORION (1963); BUCK & KONZELMANN (1985); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); KÖHLER (2000), MAKRANCZY (2001), SZALLIES (2001)
Text: Karin Wolf-Schwenninger. Seitenerstellung: 19.5.2005 |
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