WEICHKäFER, Weichkäfer
Cantharis obscura Linnaeus, 1758


Verbreitung: Europa, Russland nach Osten bis Wladiwostok.
Deutschland: Aus allen Bundesländern gemeldet.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet.

Lebensweise: Die Art lebt räuberisch; die Käfer benagen aber auch junge Eichentriebe, sowie Staubgefässe, Pollen und Stempel an Obstbäumen. Aufenthaltsorte sind Wälder, Waldränder, Waldwiesen, Obstgärten, Matten und Heiden; auf Strauchwerk und Gräsern.

Nachweiszeitraum: April – Juli.

Bestimmungshilfe: Länge 8,5–13 mm; Flügeldecken schwarz, mit gleichförmiger Behaarung; Halsschild seitlich gerundet, mit breitem, gut begrenztem Seitenrand; Kopf schwarz; 2. Fühlerglied viel länger als breit; die Farbangaben in FHL Bd. 6 führen oftmals zu Fehlbestimmungen. Unterschiede zur nahe verwandten Art C. paradoxa: Halsschild quadratischer, die Ecken weniger stark gerundet; beim Weibchen ist der ganze Halsschild chagriniert, bei paradoxa ist der Hinterrand immer glatt; die Männchen sind durch Vergleich der Genitalien sicher zu trennen, siehe Bestimmung.

Literatur: HORION (1953); ALLENSPACH & WITTMER (1979); DAHLGREN (1979) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 6; FRANK & KONZELMANN (2002).

Text: Franz Bretzendorfer. Seitenerstellung: 14.1.2007