WEICHKäFER, Weichkäfer
Cantharis cryptica Ashe, 1947


Verbreitung: Portugal, Spanien, Frankreich, England, Deutschland, Dänemark, Belgien, Schweiz, Österreich, Polen.
HORION (1953) kannte noch keine Funde aus Süddeutschland. Die erste Fundmeldung für Baden-Württemberg veröffentlichte OELSCHLÄGER (1973).

Gefährdung: Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet.

Lebensweise: Käfer und Larven leben räuberisch. Man findet sie in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf Heiden vor allem auf Gebüsch. Die Art scheint feuchtigkeitsliebend zu sein, da viele Funde aus Auwäldern und Mooren vorliegen.

Nachweiszeitraum: Mai – Juli.

Bestimmungshilfe: Länge 7,0–9,5 mm. Kopf, Halsschild, Flügeldecken und Beine gelbbraun. Die dunklen Spitzen der Mittel- und Hinterschenkel sind kein sicheres Merkmal. Die Flügeldecken haben neben der anliegenden Behaarung noch längere, aufstehende Haare. Die ähnliche Art C. pallida Goeze hat nur eine feine, gleichmäßige Behaarung. Das sicherste Unterscheidungsmerkmal ist das männliche Genital; das Dorsalschild ist tief eingeschnitten. Beim Weibchen sind die letzten Abdominalsegmente eine sichere Bestimmungshilfe.

Literatur: HORION (1953); OELSCHLÄGER (1973); MAGIS (1974); ALLENSPACH & WITTMER (1979); DAHLGREN (1979) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 6; KUSKA (1995); FRANK & KONZELMANN (2002); BRETZENDORFER (2006).

Text: Franz Bretzendorfer. Seitenerstellung: 28.7.2005