
WEICHKäFER, Weichkäfer Silis ruficollis (Fabricius, 1775), Gruben-Weichkäfer
Synonym: Aktueller Gattungsname, Crudosilis Kasantsev 1994 n. gen.; syn. Silis Charph., 1825
Verbreitung: Aus den meisten Ländern Europas gemeldet. In Deutschland überall vorhanden, jedoch oft nur wenige Nachweise. Nach HORION (1953) ein Tier niederer Lagen, besonders in der nord- und ostdeutschen Ebene verbreitet und dort stellenweise nicht selten; aus dem mittel- und süddeutschen Bergland nur spärliche Meldungen, aus Württemberg und Bayern keine sicheren Funde. Auch heute ist die Art nicht wesentlich häufiger geworden.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet.
Lebensweise: Eine feuchtigkeitsliebende Art, z.B. an See- und Flussufern auf Schilf, Weiden, Blüten etc., in Moorgebieten und auf nassen und sumpfigen Wiesen.
Nachweiszeitraum: Juni – August.
Bestimmungshilfe: Länge 6,0–7,5 mm; Halsschild der Männchen mit tiefen Gruben, stellenweise grob punktiert, vor dem Hinterrand mit zwei Beulen, der Seitenrand hinten mit einem tiefen Ausschnitt, Halsschildhinterecken beim Weibchen zahnförmig ausgezogen; Flügeldecken behaart, lederartig strukturiert; eine sehr typische Art.
| Literatur: HORION (1953), MOSCARDINI (1972), ALLENSPACH & WITTMER (1979); DAHLGREN (1979) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 6; KASANTSEV (1994); FRANK & KONZELMANN (2002).
Text: Franz Bretzendorfer. Seitenerstellung: 7.1.2007 |
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