DERODONTIDAE, Ocellenkäfer
Derodontus macularis (Fuss, 1850)
, Harzporling-Ozellenkäfer

Verbreitung: Europa: Belgien, Deutschland, Österreich, Slovakei, Kroatien, Ungarn, Bosnien, Herzegowina, Rumänien.
Deutschland: Nur von wenigen Stellen in Bayern (Allgäu, Bayerischer Wald) und Baden-Württemberg (Schwarzwald) bekannt.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg G (Gefährdung anzunehmen). Urwaldreliktart 2.

Lebensweise: Die sehr seltene Art kommt nur in naturnahen Gebirgswäldern vor. Die Larven entwickeln sich im Harzporling, Ischnoderma resinosum (syn I. benzoinum). Dieser im Gebiet weit verbreitete, aber nur stellenweise häufiger vorkommende Baumpilz gedeit im Gebirge hauptsächlich an totem Nadelholz; meist ist Fichte, seltener Weißtanne und Kiefer der Wirt.

Nachweiszeitraum: Januar, April, September. Die Käfer erscheinen im Herbst und Winter auf ihren Brutpilzen, oft zusammen mit Mycetoma suturale.

Bestimmungshilfe: 2,5–3,0 mm; Scheitel jederseits mit einem kleinen Knöpfchen, das als Ozelle (Nebenauge) gedeutet wird, das nur diese Familie besitzt; Kopf mit tiefer Mittelfurche, Augen kugelig vorspringend, Scheitel mit Buckeln und Gruben; Halsschildrand mit ca. 6 scharfen Zähnchen; Flügeldecken mit dichten Punktreihen, gelbbraun mit dunkelbrauner Zeichnung.

Literatur: HORION (1953); LOHSE (1979) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 6; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 18.2.2006