
SCHNELLKäFER, Schnellkäfer Lacon querceus (Herbst, 1784), Hellgelbschuppiger Grubenstirn-Schnellkäfer
Synonym: Adelocera quercea (Herbst)
Verbreitung: Sporadisch von Europa bis Westsibirien. Deutschland: Auf die wenigen alten Eichenbestände in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niederelbe, Brandenburg und Sachsen beschränkt. In Südwestdeutschland gibt es nur noch ganz lokale Vorkommen; eine große Seltenheit unserer Käferfauna.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg 1 (vom Aussterben bedroht); Urwaldreliktart 1.
Lebensweise: Die Art lebt im trockenen, rotfaulen, vom Mycel des Schwefelporlings durchzogenen Holz alter, stehender Eichen. Ihre Larven leben räuberisch als Verfolger von Insektenlarven. Die Imagines überwintern.
Nachweiszeitraum: Mai, Juni, September, Oktober.
Bestimmungshilfe: Länge 9–12 mm. Halsschild gebuckelt, mit Mittelrinne; Flügeldecken ohne Punktreihen, mit angedeuteten Längsrippen, dicht und ungeordnet punktiert; Körper rotbraun, stark braun und goldgelb beschuppt.
| Literatur: HORION (1953); LOHSE (1979): in FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 6; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 1.3.2006 |
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