
BLINDKäFER, Blindkäfer Oxylaemus variolosus (Duftschmidt, 1843), Langfurchen-Rindenkäfer
Synonym: Die Gattung Oxylaemus war früher der Familie Colydiidae zugeordnet.
Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, Schweden. Deutschland: Aus Süden uns Mitte wenige alte Meldungen; bisher keine Funde aus dem 20. Jahrhundert (HORION 1961). Den ersten sicheren Nachweis für Südwestdeutschland erbrachte Malzacher 1996 im Raum Ludwigsburg. Heute aus Bayern, Baden und Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein gemeldet; überall zerstreut und sehr selten.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg G (Gefährdung anzunehmen); Urwaldreliktart 1.
Lebensweise: Im faulen Holz und unter morschen Rinden von Eichen; z.T. bei Ameisen (Lasius); im Mulm (Eiche) einer Wurzelhöhle.
Nachweiszeitraum: Februar, Mai, Juni.
Bestimmungshilfe: Länge 3,0–3,8 mm; Körper gestreckt, zylindrisch; Flügeldecken ohne Rippen, glänzend, mit sehr starken Punktreihen; der stark punktierte Halsschild an der Basis mit 4 kräftigen Ausrandungen, die äußeren furchenartig nach vorne verlängert; diese erreicht ungefähr die Hälfte der Halsschildlänge; Halsschild mit einer deutlichen Mittellängsschwiele.
| Literatur: HORION (1961); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); BENSE (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 20.1.2008 |
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