EROTYLIDAE, Pilzkäfer
Triplax rufipes (Fabricius, 1775)


Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa, südliches Nordeuropa, Kaukasus.
Deutschland: HORION (1960) in Deutschland nur sporadisch und sehr selten; es gab seinerzeit nur wenige zuverlässige Angaben. In Südwestdeutschland konnte die Art erstmals 1994 in Hessen und 1996 in der Pfalz gefunden werden. In alten, pilzreichen Wäldern der Rhein-Main-Ebene ist Triplax rufipes inzwischen nicht mehr selten. 2006 gelang dann KUTSCHEIDT auf der Alb, überraschend weit ab vom bislang bekannten Vorkommenszentrum der Art, der erste Fund in Baden-Württemberg. 2007 konnte REIBNITZ mehrere Tiere bei Bretten (N-Baden) nachweisen.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht).

Lebensweise: Die mycetobionte Art lebt in Blätterpilzen, vor allem der Gattung Pleurotus. Bevorzugt wird anscheinen P. pulmonarius (Lungenseitlig, Löffelförmiger Seitling).

Nachweiszeitraum: Mai – Oktober.

Bestimmungshilfe: Länge 3–5 mm; Endglieder der Kiefertaster beil- oder fast mondförmig; Körper oval; Basis der Flügeldecken durch eine sehr feine Punktlinie gerandet; Mittel-, Hinterbrust und Bauch schwarz; Fühlerkeule geschwärzt.

Literatur: HORION (1960); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2000).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 14.1.2006