
PILZKäFER, Pilzkäfer Triplax collaris (Schaller, 1783), Schwarzköpfiger Pilzkäfer
Verbreitung: Südost- und Mitteleuropa, Kaukasus, Lenkoran. Deutschland: HORION (1960) nennt nur einige alte Funde aus dem Osten und Norden Deutschlands. In Mitteleuropa eine sehr seltene Art, die nur noch wenige reliktäre Standorte hat. 1994 gelang J. Lau, A. Szallies und C. Wurst in der südlichen Rheinebene der erste Fund für Südwestdeutschland. Weitere aktuelle Funde: Niedersachsen (Niederelbegebiet) und Sachsen-Anhalt.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg 1! (vom Aussterben bedroht). Urwaldreliktart 2.
Lebensweise: Die mycetobionte Art lebt, ähnlich wie Triplax rufipes, an Baumschwämmen der Gattung Pleurotus. Sie wurde im Untersuchungsgebiet zwischen den Lamellen eines Baumpilzes an einer Schwarzpappel gefunden. In Niedersachsen Nachweise am Rillstieligen Seitling (Pleurotus cornucopiae), der büschelweise an absterbenden Ulmen wächst.
Nachweiszeitraum: Oktober.
Bestimmungshilfe: Länge 3–4 mm; Endglieder der Kiefertaster beil- oder fast mondförmig; Körper oval; Basis des Halsschilds und der Flügeldecken sehr fein gerandet; Unterseite schwarz bis auf die Vorderbrust; einzige Art der Gattung im Gebiet mit einem schwarzen Kopf.
| Literatur: HORION (1960); SZALLIES (1995); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2000); MÜLLER et al. (2005).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 14.1.2006 |
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