MYCELFRESSER, Mycelfresser
Mycetophagus ater (Reitter, 1879)
, Schwarzer Mycelfresser

Verbreitung: Nach HORION (1961) eine sibirische Art, die in Europa nur noch wenige, anscheinend isolierte Standorte hat.
Deutschland: In Deutschland war nur einen Fund aus dem Groß-Gerauer Forst, Sattler leg. 1902. Heute ist die ehemalige Rarität in der Rheinebene weiter verbreitet und rückt über den Kraichgau nach Westen vor.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg 2 ! (stark gefährdet, mit besonderer Schutzverantwortung). Urwaldreliktart 2.

Lebensweise: An verpilzten Ästen; unter morscher Rinde; im verpilzten Inneren einer hohlen Hainbuche; im abgestorbenen Fruchtkörper eines Riesenporlings; an Baumpilzen (Fomes, Inonotus). Im östlichen Österreich an kleinen Lamellenpilzen an Ästen und Stämmen von Laubhölzern.

Nachweiszeitraum: Mai – September.

Bestimmungshilfe: Länge 5–6 mm; Flügeldecken mit vertieften Punktreihen, fein behaart; Halsschild vor der Basis am breitesten, mit zwei Basalgrübchen; Fühler mit 5 etwas verbreiterten Endgliedern. Einfarbige Tiere des in Größe und Körperform sehr ähnlichen M. quadripustulatus können zu Verwechslungen führen!

Literatur: HORION (1961); VOGT (1967) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 7; GEISER (1998); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); BENSE (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 18.2.2006