
RINDENKäFER, Rindenkäfer Colydium elongatum (Fabricius, 1787)
Verbreitung: Mittel-, Südeuropa und angrenzendes Nordeuropa, Kaukasus, Kleinasien, Nordafrika. Deutschland: Nach HORION (1961) im Osten wesentlich häufiger, als im Süden und Westen. Die Art war in Westdeutschland lange Zeit nur aus dem Rheingebiet (Nordbaden und Süd-Hessen) bekannt. Im Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart steckt allerdings ein Exemplar von Beuron, Schäbische Alb, 15.07.1924, coll. Zügel! Im letzten Jahrzehnt konnte eine starke Ausbreitungstendenz beobachtet werde, so auch nach Württemberg (versch. Sammler) und Nordrhein (REISSMANN, 2002).
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 3 (gefährdet).
Lebensweise: Unter Rinde und im faulen Holz von Laub-, seltener Nadelbäumen als Feind von Borkenkäfern und anderen xylophagen Insekten. In Südwestdeutschland hält sich die Art überwiegend unter der Rinde älterer Eichen auf, z.B. in Gesellschaft von Platypus cylindrus.
Nachweiszeitraum: April – August.
Bestimmungshilfe: Länge 5–7 mm; Halsschild mit scharfer, tiefer Mittelfurche und beidseitig mit einer dorsalen Längslinie; Flügeldecken mit starken Rippen; Halsschild 1,5 mal so lang wie breit, nach hinten etwas schmäler werdend; Körper braunschwarz bis schwarz, Flügeldecken öfter aufgehellt.
| Literatur: HORION (1961); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); BENSE (1998); GEISER (1998) in: BINOT et al.; BENSE (2002); REISSMANN (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 21.1.2007 |
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