STäUBLINGSKäFER, Stäublingskäfer
Lycoperdina bovistae (Fabricius, 1792)
, Schwarzglänzender Stäublingskäfer

Verbreitung: West- und Mitteleuropa, westliches Südeuropa, südliches Nordeuropa, ? Russland.
Deutschland: Aus den nördlichen Bundesländern keine Meldungen; nach HORION (1961) im Westen im allgemeinen häufiger als im Osten; besonders im Vorland der Gebirge und in niederen montanen Lagen.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet).

Lebensweise: Die mycetophage Art lebt hauptsächlich in Stäublingen (Calvatia, Vascellum, Lycoperdon), Erdsternen (Geastrum) und Bovisten (Bovista), ist aber manchmal auch in anderen Pilzen zu finden; meist in Wäldern, gelegentlich auch auf Wiesen z.B. im Riesen-Bovist (Langermannia gigantea).

Nachweiszeitraum: April – Oktober; die Larven überwintern in den Pilzfruchtkörpern.

Bestimmungshilfe: Länge 4,0–4,5 mm; Tarsen pseudotrimer, d.h. Tarsen 4gliedrig, das 3. aber sehr klein, schlecht sichtbar; Oberseite glänzend, äußerst fein punktiert und behaart; Fühler mit undeutlich abgesetzter dreigliedriger Keule; Oberseite schwarz, Fühler und Beine, bisweilen auch Kopf und Flügeldeckenspitze bräunlichrot; Vorderschiene beim Männchen innen ohne Zahn.

Literatur: BENICK (1952); HORION (1961); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE, Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998), FRANK & KONZELMANN (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 18.2.2007