ENDOMYCHIDAE, Stäublingskäfer
Lycoperdina succincta (Linnaeus, 1767)
, Gebänderter Stäublingskäfer

Verbreitung: Ost- und Mitteleuropa, östliches Südeuropa, Dänemark, Schweden.
Deutschland: Nach HORION (1961) im Osten in der Ebene und in niederen Gebirgslagen im allgemeinen nicht selten, stellenweise sogar häufig, ebenso aus der Umgebung Münchens zahlreiche Funde. Aus dem restlichen Gebiet nur wenige, vielfach alte Meldungen oder ganz fehlend. Aus Südwestdeutschland nennt er nur weit zurückliegende Funde aus dem äußersten Norden (Bad Kreuznach, Mainz, Darmstadt, Aschaffenburg). Heute gibt es einige Neufunde, u.a. in Baden-Württemberg.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet).

Lebensweise: Die mycetophage Art lebt in Stäublingen (Lycoperdon, Vascellum) und Erdsternen (Geastrum) auf meist schütter bewachsenen, trockenen Böden; die Käfer überwintern in den Pilzen.
F. Lange fand fertige Imagines im Mai in und auf trockenen Bovisten (siehe Habitatbild); Puppen waren im September und unausgefärbte Imagines Anfang Oktober in der Sporenmasse zu finden.

Nachweiszeitraum: Mai – Oktober.

Bestimmungshilfe: Länge 4,0–4,5 mm; Tarsen pseudotrimer, d.h. Tarsen 4gliedrig, das 3. aber sehr klein, schlecht sichtbar; Oberseite glänzend, äußerst fein punktiert und behaart; Fühler mit undeutlich abgesetzter dreigliedriger Keule; die roten Flügeldecken mit variabler, schwarzer Querbinde, die manchmal an der Naht unterbrochen ist; Schildchen quer; Vorderschiene beim Männchen innen in der Mitte mit kräftigem Zahn.

Literatur: BENICK (1952); HORION (1961); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE, Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998), FRANK & KONZELMANN (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 27.1.2007