
ENDOMYCHIDAE, Stäublingskäfer Mycetina cruciata (Schaller, 1783), Kreuzbinden-Pilzkäfer
Verbreitung: Mittel- und Südeuropa, südliches Nordeuropa; Kaukasus. Deutschland: HORION nennt nur relativ wenige Funde aus gebirgigen Gegenden, die meisten aus Südbayern, aus Baden-Württemberg lediglich drei! Die Art ist in Südwestdeutschland deutlich häufiger geworden und kann inzwischen auch in niederen Lagen gefunden werden.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 3.
Lebensweise: Die Käfer findet man in Laub- und Nadelwäldern unter verpilzten Rinden, in morschem, pilzigem Holz und an Baumschwämmen. Bevorzugt wird feuchtes Holz von starkem Zersetzungsgrad, wie alte Holzstapel, Baumstubben, faule Bretter etc. Fundumstände in Südwestdeutschland: an verottendem Fichtenholz; unter Tannenrinde; an verpilzten Buchen und Tannen; in hohlem Pappelast; in liegendem hohlen Pappelstamm; in hohlem, braunfaulem Kiefernstamm; nachts an großem Blätterpilz; auf verschiedenen Baumschwämmen an Laub- und Nadelholz: Antrodia serialis, Fomes fomentarius, Fomitopsis pinicola, Ganoderma lipsiense, Heterobasidion annosum, Phellinus hartigii, Trametes versicolor.
Nachweiszeitraum: April – September.
Bestimmungshilfe: Länge 3,8–4,5 mm. 9. Fühlerglied konisch, die beiden Endglieder quer. Das Männchen besitzt ein zusätzliches 6. Ventralsegment, die Mittelschienen sind gekrümmt, die Hinterschienen zwischen Mitte und Spitze stark ausgeschnitten. Durch die typische Kreuzzeichnung ist die Art gut erkennbar.
| Literatur: BENICK (1952); HORION (1961); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE, Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998), FRANK & KONZELMANN (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 27.1.2006 |
|