
SCHWAMMFRESSER, Schwammfresser Sulcacis bicornis (Mellie, 1848), Mattschwarzer Zwerg-Schwammfresser
Synonym: Inzwischen wurde die Untergattung Strigocis aufgewertet: Strigocis bicornis (Mellie, 1848)
Verbreitung: Südeuropa, südliches und östliches Mitteleuropa, England, Kaukasus. Deutschland: Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern (2002, H. Ringel leg.); die Meldung für Hessen ist unsicher. Das Vorkommen der Art in Südwestdeutschland blieb lange im Dunkeln. Erst die intensiven Untersuchungen zur Ciidenfauna durch REIBNITZ (1999) erbrachte 1993 den ersten (bekannten) Nachweis am Hochrhein. 1994 wurde S. bicornis im Pfälzer Wald gefunden, 2002 auch in der Pfälzer Rheinebene. Im Senkenberg Museum Frankfurt konnte später eine kleine Zahl Käfer in coll. Schaaff entdeckt werden, die dort unerkannt schlummerte: Pfälzer Wald, Iggelbach, 1913, 1917 und 1923.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 2 (stark gefährdet).
Lebensweise: In Laubwäldern, besonders in Trametes gibbosa (Buckel-Tramete), in der auch die Larven gefunden wurde. Ferner in Trametes versicolor (Schmetterlings-Tramete) und Lenzites betulinus (Birkenblättling).
Nachweiszeitraum: Mai – November
Bestimmungshilfe: Länge 1,1–1,5 mm; Körper walzenförmig, dunkelbraun bis schwarz, matt, fein und wenig dicht punktiert; Flügeldecken sehr kurz beschuppt; Fühler 10gliedrig; Außenrand der Vorderschienenspitze rundlich erweitert, mit Stachelborsten besetzt; die Männchen tragen am Kopf- und Halsschildvorderand zwei rötlich aufgehellte Zähnchen; durch winzige Gestalt und matten Körper sehr charakteristisch.
| Literatur: HORION (1961); LOHSE (1967) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); REIBNITZ (1999); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 19.11.2006 |
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