SCHWAMMFRESSER, Schwammfresser
Cis lineatocribratus Mellie, 1848
, Linienpunkt-Glanz-Schwammfresser

Verbreitung: Nord- und Mitteleuropa, gebirgiges Südeuropa, Kaukasus.
Deutschland: Aus fast allen Bundesländern gemeldet. In Südwestdeutschland ist Cis lineatocribratus hauptsächlich in höheren Lagen verbreitet.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg - (nicht gefährdet).

Lebensweise: Die Art entwickelt sich meist im Zunderschwamm (Fomes fomentarius), namentlich in solchen Konsolen, die dank fortgeschrittener Zersetzung und relativer Bodennähe einen höheren Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. So sind Käfer und Larven öfter in am Boden liegenden Fruchtkörpern zu finden. Ein weiterer Hauptbrutpilz ist der Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum), ein besonders in Fichtenforsten häufiger, von Forstleuten gefürchteter Baumpilz. Es werden abgestorbene, bodennahe, dauerhaft feuchte Fruchtkörper besiedelt. Ein paar Nachweise gelangen im Flachen Lackporling (Ganoderma lipsiense), einer aus Piptoporus betulinus (Birkenporling).

Nachweiszeitraum: Februar – September. Imagines sind zu jeder Jahreszeit vorhanden.

Bestimmungshilfe: Länge 1,5–2,0 mm; die Arten der nitidus-Gruppe sind durch glänzende, kahl erscheinende Körper ausgezeichnet; gelbbraun bis braun; Halsschildseiten nach vorn und hinten deutlich gerundet verengt; Flügeldecken mit tiefen, groben, fast regelmäßig gereihten Punkten; die Männchen haben zwei kleine Zähnchen am Clypeus.

Literatur: HORION (1961); LOHSE (1967) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 7 ; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 31.12.2007