
CIIDAE, Schwammfresser Cis jacquemartii Mellie, 1848, Schlanker Glanz-Schwammfresser
Verbreitung: Paläarktische Art: Europa, Kaukasus, Sibirien. Deutschland: Besonders in Südwestdeutschland, aber sicher auch im größten Teil Mitteleuropas, ist Cis jacquemartii Mell. die seltenste Art der nitidus-Verwandtschaft. Sie tritt überwiegend montan auf: Allgäu, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Hunsrück, Spessart, Steigerwald.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland - (nicht gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 3 (gefährdet).
Lebensweise: Cis jacquemartii ist im Untersuchungsraum weitgehend auf den Zunderschwamm (Fomes fomentarius) spezialisiert. Einige Nachweise gelangen auch im Flachen Lackporling (Ganoderma lipsiense).
Nachweiszeitraum: März – Oktober.
Bestimmungshilfe: Länge 1,5–2,4 mm; die Arten der nitidus-Gruppe sind durch glänzende, kahl erscheinende Körper ausgezeichnet; dunkelbraun bis schwarz; Flügeldecken neben einer feinen Grundpunktur mit gröberen, sehr unregelmäßigen Punktreihen; Halsschild-Vorderwinkel stumpf; die Männchen tragen auf dem Clypeus zwei dreieckige Zähnchen, die in der Größe von Tier zu Tier allerdings stark variieren können; die durchschnittlich schlankste und am dunkelsten gefärbte Art der nitidus-Gruppe.
| Literatur: HORION (1961); LOHSE (1967) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 7; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); REIBNITZ (1999); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 19.11.2006 |
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