
POCHKäFER, Pochkäfer Dryophilus rugicollis (Mulsant & Rey, 1853), Waldreben-Pochkäfer
Synonym: Der Gattungsname lautet in der neueren Literatur Homalophthalmus Abeille.
Verbreitung: Südliches Mitteleuropa, Südeuropa, Kaukasus. HORION (1961) lehnte ein Vorkommen dieser mediterranen Art, trotz einiger Meldungen, für Deutschland ab. Neumann, Lange, Ausmeier, Lau und Szallies erbrachten 1995 die ersten sicheren Funde in Südbaden. Mittlerweile dürfte Dryophilus rugicollis in der Oberrheinebene weit verbreitet und häufig sein. Ab 2007 gelangen Reibnitz Nachweise im Kraichgau und im Bereich des Enztales östlich bis zum Neckar. Die Art dürfte sich in den nächsten Jahren weiter ausbreiten. 2002 meldet GEISSEN (2002) eine Population bei Koblenz (Rheinland-Pfalz).
Gefährdung: Rote Liste Deutschland - (nicht geführt); Rote Liste Baden-Württemberg D! (Daten defizitär, besondere Schutzverantwortung).
Lebensweise: Entwicklung in dürren Ranken der Waldrebe (Clematis vitalba), von denen die Imagines im Sommer geklopft werden können.
Nachweiszeitraum: Juni – August.
Bestimmungshilfe: Länge 1,8–2,9 mm; Halsschild verrunzelt punktiert, Halsschildseiten ungerandete; Fühler mit 3 verlängerten und leicht verbreiterten Endgliedern; Flügeldecken mit tiefen Punktstreifen; Oberseite dicht und fein behaart.
| Literatur: HORION (1961); LOHSE (1969 in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; SZALLIES (1995); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); GEISSEN (2002); REIBNITZ (2007).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 26.6.2007; Nachträge: 23.7.2011 |
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