
SCHAUFELKäFER, Schaufelkäfer Prostomis mandibularis (Fabricius, 1801), Schaufel-Plattkäfer
Verbreitung: Palaearktische und nearktische Art. Aus Deutschland nur von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, dem Weser-Ems-Gebiet und Sachsen neuere Funde bekannt; zerstreut und selten in ursprünglichen Waldgebieten.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht). Rote Liste Baden-Württemberg 1 (vom Aussterben bedroht).
Lebensweise: Gesellschaftlich im rotfaulen Holz verschiedenster Baumarten (Eiche, Buche, Kastanie, Fichte, Tanne, Kiefer). Im Hochschwarzwald entwickelt sich Prostomis mandibularis im feuchten, rotfaulen Holz am Boden liegender Fichten- und Tannenstämme. Genaueres zur Lebensweise und Anatomie der Art mit einer exakten Beschreibung von Larve und Puppe, verdeutlicht durch rasterelektronische Fotografien, findet man in der Diplomarbeit von Isabel SCHUNGER (2001).
Nachweiszeitraum: Schwärmende Käfer wurden im August beobachtet. Neben den Larven überwintern auch die Imagines im Brutholz, so dass hier das ganze Jahr über Tiere gefunden werden können.
Bestimmungshilfe: Länge 5–6 mm; einzige Art der Familie; durch den breiten Kopf mit den großen, innen gezähnten Mandibeln gut kenntlich; Halsschild mit flacher Mittelfurche; Flügeldecken mit vertieften Punktstreifen; Körper abgeflacht, heller bis dunkler braun, glänzend.
| Literatur: HORION (1960); VOGT (1967): in FREUDE, HARDE, LOHSE; REIBNITZ (1990); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); SCHUNGER (2001); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 4.3.2006 |
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