
DüSTERKäFER, Düsterkäfer Mycetoma suturale (Panzer, 1797), Harzporling-Düsterkäfer
Verbreitung: Sporadisch und selten in den Gebirgen Mittel-, Ost- und Südeuropas. Deutschland: Bayern und Baden-Württemberg; in Südwestdeutschland an wenigen Stellen im Hochschwarzwald und im Wutachtal nachgewiesen.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 2 ! (stark gefährdet, Art mit besonderer Schutzverantwortung). Urwaldreliktart 2.
Lebensweise: Die Art kommt in naturnahen Gebirgswäldern gesellig am Harzporling (Ischnoderma resinosum, syn. I. benzoinum) vor. Der im Gebiet weit verbreitete, aber nicht häufige Baumpilz gedeiht hauptsächlich an totem Nadelholz, meist Fichte, seltener Weißtanne und Kiefer. Mycetoma suturale legt Anfang bis Mitte September seine Eier an die reifen Pilzfruchtkörper. Die im Frühjahr schlüpfenden und bis Ende Mai fertig entwickelten Larven gehen zur Verpuppung in den Boden. Dort verbringen sie eine zwei- bis dreimonatige Diapause. Mitte September schlüpfen die ersten Imagines (Biologie nach EICHHORN 1990).
Nachweiszeitraum: September – November. An den Entwicklungszyklus seines Brutpilzes angepasst.
Bestimmungshilfe: Länge 6,5–7,5 mm; Augen vorn tief ausgerandet; Fühler vom 3. Glied an sehr dick; Halsschild in der Mitte und an der Basis mit tiefen Eindrücken, rundum gerandet; meist sind die Flügeldecken braun mit breiter gelbbrauner Längsbinde, die Färbung ist allerdings variabel.
| Literatur: HORION (1956); KASZAB (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; EICHHORN (1990); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); KRIEGELSTEINER (2000); GEISER (1998); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 18.2.2006 |
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