DüSTERKäFER, Düsterkäfer
Abdera quadrifasciata (Curtis, 1829)


Verbreitung: West-, Ost- und Südeuropa, sporadisch in Mitteleuropa.
Deutschland: Nach HORION (1956) im Westen von Rheinland und Hessen bis zur Elbe, sehr zerstreut und selten. Gesicherte Nachweise liegen heute aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen vor. Den Erstfund für Baden-Württemberg machte BENSE 1994.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg R (extrem seltene Art).

Lebensweise: Die Art findet man an wärmeren Stellen an verpilzten Ästen und Stämmen von Laubhölzern. Die meisten Funde stammen von Eichenästen, die mit dem Striegeligen Schichtpilz (Stereum hirsutum) bewachsen waren; auch an vom gleichen Pilz befallenen, toten Hainbuchen und Haselstämmen.

Nachweiszeitraum: Juni – August.

Bestimmungshilfe: Länge 2,5–4,0 mm. Körper gestreckt, zylindrisch; Fühler dünn, schnurförmig; Beine dünn, mit kleinem Schienenenddorn; Endglied der Kiefertaster eiförmig; Flügeldecken ohne Punktreihen, fein anliegend behaart, mit zwei Querbinden; an wärmeren Stellen an verpilztem Laubholz.

Literatur: HORION (1956); KASZAB (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 18.2.2006