MELANDRYIDAE, Düsterkäfer
Hypulus quercinus (Quensel, 1790)
, Eichenwurzel-Düsterkäfer

Verbreitung: Europa.
Deutschland: Nicht aus allen Bundesländern bekannt, teilweise auch länger zurückliegende Meldungen; in älteren Waldgebieten sporadisch und selten; die verhältnismäßig vielen Nachweise von F. Lange in den letzten Jahren belegen, dass die Art zumindest stellenweise häufiger ist, als bisher angenommen.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 3 (gefährdet).

Lebensweise: Die Larven entwickeln sich bei uns bevorzugt im faulen Wurzelbereich von Eichenstubben. Einzelfunde auch in Stubben von Kastanie (M. Hüther) und Hainbuche (J. Roppel). Die Imagines sitzen meist regungslos an Stümpfen, Stämmen, Klaftern oder Ästen.

Nachweiszeitraum: Aktive Käfer wurden von Mai – Oktober beobachtet. Die Fundnachweise verteilen sich jedoch über das ganze Jahr, da fertig entwickelte Tiere auch im Winter in ihrem Brutsubstrat gefangen werden können.

Bestimmungshilfe: Länge 4,5–6,0 mm; Kopf dick; Augen klein, quer; Endglied der Kiefertaster lang, die Basis kaum breiter als die vorletzten Glieder; Halschild schmäler als die Flügeldecken, neben den Hinterwinkeln mit langen, tiefen Eindrücken; vorletztes Glied aller Tarsen gelappt.

Literatur: HORION (1956); KASZAB (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 10.3.2007