
SCHWARZKäFER, Schwarzkäfer Bolitophagus reticulatus (Linnaeus, 1767), Kerbhalsiger Zunderschwamm-Schwarzkäfer
Verbreitung: Europa, Sibirien. In Russland, Finnland und Skandinavien allgemein verbreitet und häufig bis in den höchsten Norden. Deutschland: In der Mitte und im Süden in gebirgigen Gegenden; in Südbayern in montanen und subalpinen Lagen häufiger gefunden, sonst im allgemeinen nur stellenweise und selten, besonders im Westen nur sehr sporadisch (HORION 1956). Heute hat sich die Lage grundlegend verändert, die Art zeigt eine starke Ausbreitungstendenz. In Südwestdeutschland erfolgt diese, ausgehend von den ürspünglichen Laubwäldern Südhessens, besonders entlang des Rheins. Grund dafür dürfte das vermehrte Totholzangebot sein, das seinen Brutpilz, den Zunderschwamm, fördert.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 3 (gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 3 (gefährdet).
Lebensweise: Bolitophagus reticulatus entwickelt sich im Zunderschwamm (Fomes fomentarius). Käfer und Larven sitzen oft in größerer Zahl in den hartkrustigen Pilzkonsolen, die manchmal völlig ausgehöhlt werden. Sehr selten treten die Käfer auch im Rotrandigen Baumporling (Fomotopsis pinicola) auf.
Nachweiszeitraum: April – Oktober.
Bestimmungshilfe: Länge 6–7 mm; mattschwarz; Augen von den Wangen ganz oder teilweise durchsetzt; Halsschild mit breitem, flachen Rand; Flügeldecken parallel, mit scharfen Schultern, Punktreihen grob, Zwischenräume vollständige und unterbrochene, glänzende Kiele bildend.
| Literatur: HORION (1956); KASZAB (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. ; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 19.2.2006 |
|