
SCHWARZKäFER, Schwarzkäfer Diaclina fagi (Panzer, 1799)
Verbreitung: Süd-, Mittel-, und Osteuropa, Kleinasien. Deutschland: HORION kannte noch keine sicheren Nachweise aus Deutschland und klassifizierte den Fund bei Hamburg (1944, G. A. Lohse leg.) als kurzfristige Ansiedlung einer eingeschleppten Art. Inzwischen liegt eine ganze Reihe von Neufunden vor. Der älteste mir bekannte Nachweis aus Südwestdeutschland datiert von 1983: Dalsheim, Rheinland-Pfalz, C. Maus leg.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg (nicht gefährdet).
Lebensweise: Einerseits unter losen Rinden und im morschen Holz von Laubbäumen (Birne, Buche, Eiche, Linde, Pappel, Ulme), andererseits in Pflanzenabfällen (Holzschredder, mit Mist durchsetzter Heu- und Strohhaufen usw.) und an faulenden Bienenwabenabfällen.
Nachweiszeitraum: Die Käfer sind das ganze Jahr hindurch vorhanden; die meisten Funde erfolgten im Zeitraum Mai – Juli.
Bestimmungshilfe: Länge 4–5 mm; Körper schmal, parallel; Seitenrand von Halsschild und Flügeldecken sehr schmal, kaum aufgewölbt; Flügeldecken flach, Reihenpunkte in vertieften Streifen; die kurzen Beine mit feinem, borstenförmigem Enddorn.
| Literatur: HORION (1956); KASZAB (1969) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 8; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 19.2.2006 |
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