
BOCKKäFER, Bockkäfer Megopis scabricornis (Scopoli, 1763), Körnerbock
Synonym: Aegosoma scabricornis (Scopoli)
Verbreitung: Iran, Kaukasus, Schwarzmeerregion bis nach Europa (Europakarte). Im südlichen Mitteleuropa diskontinuierliche Ost-West-Verbreitung. In Deutschland hauptsächlich im Südwesten (Rhein-Main-Schiene), Einzelfunde im Osten (Brandenburg, Sachsen).
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht). Rote Liste Baden-Württemberg 1! (vom Aussterben bedroht; besondere Schutzverantwortung). Urwaldreliktart 2. Eine seltene Art, die auf alte, anbrüchige Bäume angewiesen ist.
Lebensweise: Die Wärme liebende Art ist polyphag und entwickelt sich in allen möglichen Laubhölzern. Die Larven leben im morschen, feuchten Holz, vielfach in toten Partien lebender oder absterbender alter Bäume in Laubwäldern, Parkanlagen, Alleen, Streuobstbeständen und Flußauen. Die am meisten gemeldeten Bruthölzer sind Buche, Linde, Pappel, Apfel und Kirsche. Die Käfer sind dämmerungs- und nachtaktiv. Um ca. 21 Uhr verlassen sie ihre Verstecke und sind dann an den Bruthölzern zu finden. Sie fliegen auch Lichtquellen an.
Nachweiszeitraum: Mitte Juli – Anfang September.
Bestimmungshilfe: Länge 28 – 50 mm; gelbbraun bis braun, matt; Halsschild ohne Dornen; Fühler etwa körperlang (Männchen) oder reichlich die halbe Körperlänge erreichend (Weibchen); Flügeldecken mit 3–4 Längsrippen.
| Literatur: KRETSCHMER (1966); HORION (1974); BENSE (1995); GEISER (1998); MATTER (1998); HOFMANN (2001); NIEHUIS (2001); BENSE (2002); KULBE & RINGEL (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 9.12.2005 |
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