
BOCKKäFER, Bockkäfer Dorcadion fuliginator (Linnaeus, 1758), Erdbock
Verbreitung: SW-Europa: NO-Spanien, Frankreich, NW-Schweiz, Belgien, Holland. Deutschland: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Franken, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hannover.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet).
Lebensweise: Die flugunfähigen Käfer kriechen träge auf besonnten Magerrasen, Weiden, Feldwegen, grasigen Abhängen, Erddämmen etc. herum. Ihre Fortplanzungszeit beträgt 3-4 Wochen. Das Weibchen legt seine Eier, meist im April, in die Basis von Grashalmen. Die Larve lebt unterirdisch und ernährt sich von Graswurzeln. Der Entwicklungszyklus ist zweijährig. Im ersten Jahr überwintert die Larve, im zweiten der Käfer.
Früher war die Art wesentlich häufiger, z.B. gibt es aus dem Raum Stuttgart von ca. 1870 bis 1955 viele Belege verschiedener Sammlern. Heute ist der Erdbock an vielen Fundstellen verschwunden oder sehr selten geworden. Bereits A. v.d. TRAPPEN (1933) meldet einen deutlichen Rückgang dieses „Naturdenkmales“.
Nachweiszeitraum: April – Juni.
Bestimmungshilfe: Länge 10–15 mm; Halsschild an den Seiten mit einem spitzen Höcker; Körper schwarz, sehr variabel behaart; Flügeldecken oft dicht weißlich, gelblich oder bräunlich tomentiert (Nominatform) oder längsgestreift (siehe Foto), seltener ganz schwarz.
| Literatur: HORION (1974); HARDE (1966) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 9; KLESS (1989); BAUR et al. (1997); GEISER (1998); Köhler & Klausnitzer (1998); CORAY et al. (2000); NIEHUIS (2001).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 30.5.2006 |
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