
SCOLYTIDAE, Borkenkäfer Lymantor coryli (Perris, 1855), Hasel-Borkenkäfer
Synonym: Triotemnus coryli Perris, 1855
Verbreitung: Von England bis in den Fernen Osten einschließlich Krim und Kaukasus, im Süden bis Italien und Kleinasien. Deutschland: Aus allen Bundesländern gemeldet, meist liegen neuere Funde vor. KAMP (1970) nennt in seiner Faunistik für Baden-Württemberg nur einen Fund: Schwäbische Alb, Oberstotzingen, VI.1962, P. Dolderer leg. Inzwischen glückten in Südwestdeutschland eine ganze Reihe neuer Nachweise.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 2 (stark gefährdet).
Lebensweise: Entwicklung in abgestorbenen Zweigen verschiedenster Laubhölzer, die oft schon verpilzt sind. Haselnuss (Corylus) und Kreuzdorn (Rhamnus) scheinen die Hauptwirtspflanzen zu sein.
Nachweiszeitraum: April – September.
Bestimmungshilfe: Länge 1,8–2,2 mm; Körper schlank, walzenförmig, schwarzbraun; Stirn gewölbt, kräftig punktiert; Fühlergeisel 4gliedrig, Keule nahezu kreisrund, abgeflacht; Flügeldeckenabsturz hinter der Mitte beginnend, mit abstehenden Härchen besetzt.
| Literatur: KAMP (1970); SCHEDEL (1981) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 10; KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); GEISER (1998); FRANK & KONZELMANN (2000); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 5.6.2006 |
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