SPITZMAUSRüSSLER, Spitzmausrüssler
Aspidapion validum (Germiny, 1817)
, Kräftiger Stockrosen-Spitzmausrüssler

Synonym: Apion validum (Germ., 1870)

Verbreitung: Mittel- und Vorderasien, Südeuropa, südliches und östliches Mitteleuropa. Im zentralen Mitteleuropa bis vor einigen Jahren nur vereinzelt und selten.
Bislang aus Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen gemeldet. In Mitteleuropa wurden (meist) nur kurzfristige Ansiedlungen aus eingeführten Samen vermutet. In Baden-Württemberg ist die Art inzwischen eingebürgert, denn sie konnte 2005 im südöstlichen Oberschwaben an fast jeder untersuchten Stockrose gefunden werden, mit der Tendenz zu weiterer Ausbreitung Richtung Norden.

Gefährdung: Rote Liste Deutschland - (nicht aufgeführt). Rote Liste Baden-Württemberg * (Neozoon, nicht bewertet).

Lebensweise: Die Larven entwickeln sich in den Samen von Alcea-Arten, welche bei uns im wesentlichen durch die Stockrose, Alcea rosea, vertreten sind.
In jüngster Zeit haben zwei weitere südeuropäische, ebenfalls auf Alcea spezialisierte Apioniden-Arten Fuß gefasst: Rhopalapion longirostre (Ol.) und Aspidapion curvirostre (Gyll.). Siehe dazu auch: Brutsubstrate - Alcea - Käfergesellschaft.

Nachweiszeitraum: Mai – Oktober

Bestimmungshilfe: Länge 3,2–4,0 mm; die 3 Arten enthaltende Gattung Aspidapion ist durch ein langes, zugespitztes Schildchen ausgezeichnet, welches bei A. validum und A. radiolus an der Basis zwei Längshöcker aufweist; Rüssel nur schwach gebogen, im vorderen Teil verjüngt, beim Männchen kürzer. Vorderkörper matt, kräftig und dicht punktiert, Flügeldecken blaumetallisch glänzend. Durch kahl erscheinende Flügeldecken und stattliche Körpergröße vom ähnlichen, nur 2,2–3,0 mm messenden A. radiolus abzutrennen.

Literatur: DIECKMANN (1977), LOHSE (1981): in FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 10, KÖHLER & KLAUSNITZER (1998).

Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 8-1-2006