
SPITZMAUSRüSSLER, Spitzmausrüssler Alocentron curvirostre (Gyllenhal, 1833), Krummrüssliger Stockrosen-Spitzmausrüssler
Synonym: Apion curvirostre (Gyll., 1833)
Verbreitung: Vorderasien, Süd- und Südosteuropa, südöstliches Mitteleuropa; in den letzten Jahren sich nach Westen ausbreitend. 2005 gelang J. Reibnitz in Nürtingen, Baden-Württemberg, der Erstfund für Deutschland; bislang nur sehr lokal auftretend, mit einer weiteren Ausbreitung ist aber zu rechnen.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg * (Neozoon, nicht bewertet).
Lebensweise: Die Larven fressen im Stängelmark von Alcea rosea (Stockrose). Die Malvaceen-Art ist bei Gartenfreunden sehr beliebt. Die Käfer findet man in Ortschaften auf den Blättern der Pflanze sitzend.
In jüngster Zeit haben zwei weitere südeuropäische, ebenfalls auf Alcea spezialisierte Apioniden-Arten Fuß gefasst: Rhopalapion longirostre (Ol.) und Aspidapion validum (Germ.). Siehe dazu auch: - Brutsubstrate - Alcea - Käfergesellschaft.
Nachweiszeitraum: Mai – August.
Bestimmungshilfe: 2,9–3,4 mm. Der charakteristische Rüssel ist auffallend dick, zylindrisch, stark gebogen und hat auf der Unterseite eine breite, mit hellen Härchen ausgekleidete Furche. Körper schwarz mit metallisch blauen, seltener blaugrünen oder violett schimmernden Flügeldecken.
| Literatur: DIECKMANN (1977), LOHSE (1981): in FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 10, KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); REIBNITZ (2005); RHEINHEIMER & HASSLER (2010).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 8.1.2006 |
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