
RüSSELKäFER, Rüsselkäfer Rhyncolus reflexus Boheman, 1838, Plattrand-Holzrüssler
Synonym: Eremotes reflexus Woll.
Verbreitung: Südeuropa (ohne Griechenland), Mitteleuropa, südliches Osteuropa, Lettland, Estland, nordwestliches Russland, Nordafrika. Deutschland: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen, Sachsen. Die Wärme liebende Art kommt in Südwestdeutschland fast nur in der Oberrheinischen Tiefebene vor.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 2 (stark gefährdet); Rote Liste Baden-Württemberg 2 (stark gefährdet); Urwaldreliktart 2.
Lebensweise: Die Art lebt in morschen Teilen von Laubbäumen, in den Rheinauen besonders in weißfaulem Pappelholz; weitere Meldungen aus Rotbuche und Linde; in der Literatur wird Rosskastanie als bevorzugter Brutbaum genannt.
Nachweiszeitraum: April – September.
Bestimmungshilfe: Länge 2,5–3,0 mm; dunkel rotbraun bis schwarz; Rüssel etwas länger als breit, konisch; 7. Flügeldeckenzwischenraum an der Spitze breit flächig hervortretend; Halsschild vorn stärker verengt, dicht und grob punktiert; durch gedrungene Gestalt und den breit abgeplatteten Rand um die Flügeldeckenspitze gut von ähnlichen Holz-Rüsselkäfern abgegrenzt.
| Literatur: HORION (1951); FOLWACZNY (1983) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 11; GEISER (1998); BENSE (2002); www.fauna europaea.de.
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 26.3.2009 |
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