
RüSSELKäFER, Rüsselkäfer Gasterocercus depressirostris (Fabricius, 1792), Plattrüssler
Verbreitung: Europa. Deutschland: Es liegen Meldungen aus Bayern, Baden, Hessen, Pfalz, Niederelbe, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor.
Gefährdung: Rote Liste Deutschland 1 (vom Aussterben bedroht); Rote Liste Baden-Württemberg 2! (stark gefährdet, besondere Schutzverantwortung). Urwaldreliktart 2.
Lebensweise: Eine seltene Art, die sich im Holz geschwächter, kränkelnder Eichen entwickelt. Die Larven fressen kreisrunde, senkrechte Gänge ins Splintholz von Stämmen und stärkeren Ästen. Die Puppen ruhen mit dem Hinterkörper im Splintholz, der Vorderkörper steckt in der Rinde. Die Schlupflöcher sind oft in charakteristischen Reihen, den dünnwandigen Rissen der Borke folgend, angeordnet.
Nachweiszeitraum: März – Oktober.
Bestimmungshilfe: Länge 5–12 mm; die Art ist sehr größenvariabel; Rüssel stark abgeplattet (Name!), oben dachförmig gekantet; Körper walzenförmig, gestreckt; Flügeldeckenbasis mit zwei starken Beulen; Körper scheckig beschuppt, dadurch auf den Bruthölzern sehr gut getarnt.
| Literatur: KIPPENBERG (1983) in: FREUDE, HARDE, LOHSE Bd. 11; GEIS (1995); GEISER (1998); KÖHLER & KLAUSNITZER (1998); FLECHTNER (2000); BENSE (2002).
Text: Johannes Reibnitz. Seitenerstellung: 29.1.2006 |
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